Abenteuer erstes Großprojekt

2026 fängt bei uns aufregend an. Nachdem wir im Januar unsere neue Tour mit Einblicken in die Übergangszeit von der Weimarer Republik ins Dritte Reich in Lübeck ausprobiert und für gut befunden haben, geht es nun weiter mit den Vorbereitungen für Pöppendorf 2027!

Pünktlich zum Jahrestag der Ankunft der Exodus-Passagiere in den Lagern Pöppendorf und Am Stau wollen wir das Lagergelände zu einem lebendigen historischen Ort machen.

Dazu nutzen wir den digitalen Raum: Im Wald wird es verschiedene Pfade geben, auf denen man über durch GPS gesteuerte Audios die vielfältige Geschichte erkunden kann, während man durch Waldhusen spaziert.

Warum ist hier ein Durchgangslager errichtet worden? Wie war der Aufbau? Wo stand was? Wer war hier und was erzählen die Zeitzeugen? Und was hat Pöppendorf mit Israel zu tun?

Diese und weitere Fragen werden die verschiedenen Touren beantworten, die man einfach über die Lübeck App starten kann. Als Ergänzung wird es eine digitale Ausstellung im Internet geben, die die Themen der Touren einordnet, Hintergrundinformationen liefert und eine tiefere Beschäftigung möglich macht. Ganz so wie ein physisches Museum – nur eben digital.

Der Gedanke dahinter ist, mit möglichst wenig Ressourcen, ohne Eingriff in die Natur und vor allem sehr niederschwellig allen Interessierten Zugang zu der Geschichte zu verschaffen.

Eine geführte Tour 24/7 machen zu können, ohne Eintritt zu bezahlen, sooft wie man möchte – das ist für uns ein Experiment, eine Methode zu testen, wie man Erinnerungskultur und historische Bildung einer möglichst großen Zielgruppe näherbringen kann.

Auch besitzt Lübeck keinen festen Ort für seine eigene Geschichte – da können Formate wie dieses wie ein Stadtmuseum fungieren und das auch noch jeweils an den authentischen Orten.

Pöppendorf wird der erste Standort sein, wir sind gespannt, wann weitere folgen. Denn eins ist klar: Unsere Stadt ist voll von nicht erzählten Geschichten. Und sie sichtbar oder hier hörbar zu machen, ist mit Abstand das Schönste, was wir uns in unserer Arbeit vorstellen können 😉

Und wir werden euch hier immer den aktuellen Stand kundtun, bzw. berichten, was gerade erarbeitet wird.

Aktuell läuft die Beantragung von Stiftungsgeldern und weil es immer einen Eigenanteil gibt, den man mit Spenden oder ehrenamtlicher Arbeit finanzieren muss, haben wie ein Gofundme gestartet. Teilt es bitte, damit möglichst viele davon erfahren! https://gofund.me/03560c9cf

Vielen Dank und bis bald!

Lea und Torben

Bild aus dem Pöppendorfer Lager von Hütte 39, gezeichnet vom Exodus-Überlebenden Shalom Pinchuk mit freundlicher Genehmigung des Exodus Heritage Teams

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