Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold: Deutschlandfahnen auf Demos gegen Rechts.

Am Samstag habe ich meine erste Demorede gehalten.  

Das war ganz spontan. Wir hatten gerade zwei Führungen zum Thema der NS-Geschichte in Lübeck gemacht und auf der Demo, die sich anlässlich der Anschläge auf Parteibüros in Kiel und Flensburg gegen politische Gewalt richtete, hat Tarek Kayser aufgefordert, dass jede und jeder, der oder die etwas zu sagen hat, gerne ans Mikro kommen solle. Der Inhalt meiner Worte war an sich trivial, ein ausformuliertes „redet auch mit denen, die nicht in eurer sozialen Blase sind“ und um den soll es auch hier gar nicht gehen.

Denn in der Demoankündigung stand auch ein Verein: das „Reichsbanner Schwarz Rot Gold“.

Zu gerne wüsste ich jetzt, wie viele von euch beim Lesen die Stirn gerunzelt haben. Das haben auch schon öfter Leute beim Hören des Vereinsnamens getan. Wenn auf einer Demonstration gegen Rechtsextremismus jemand mit einer großen Deutschlandfahne geht, auf der ein Adler prangt und deren Stange nach Art einer Truppfahne mit Lanzenspitze gestaltet ist, dann runzeln schon einmal Leute die Stirn.

Ein anderer Teilnehmer auf der Demo sagte zu mir, seine Frau habe ihn gefragt, ob er jetzt zu den Rechten gehe.

Also dachte ich mir, ich schreibe einmal etwas zum Reichsbanner.

Fangen wir mit der Situation der Gründungszeit des Reichsbanners an.

Ein chinesischer Fluch lautet „Mögest du in interessanten Zeiten leben.“ und in dem Sinne kann man die 20er Jahre mit Fug und Recht als absolut verflucht bezeichnen. Nationalistische, republikfeindliche Wehrverbände und paramilitärische Verbindungen schießen wie Pilze aus dem Boden, separatistische Bestrebungen tauchen auf und werden blutig unterdrückt, es werden Ausnahmezustände ausgerufen, Aufstände, Putsche und Morde hier und da, der politische Kampf wurde mit absoluter Rücksichtslosigkeit, Brutalität und massivem Blutvergießen geführt. Alleine die Ruhrbesetzung forderte mehr als 130 Todesopfer. Dabei ging es nicht immer nur um den Kampf der Demokraten gegen die Antidemokraten, auch Rudolf Höß und Martin Bormann waren an einem Mord an einem Mitglied der rechtsradikalen DVFP beteiligt. Fememorde, also die Tötung vermeintlicher Verräter, forderten alleine 1921 innerhalb des antidemokratischen Lagers um und bei 13 Tote. Und in all dem Tumult kamen noch Hyperinflation und Nahrungsknappheit dazu.

Interessante Zeiten, so könnte man es voller Zynismus ausdrücken.

Anfang der 20er wurde die SA gegründet, zunächst als Turn- und Sportabteilung. Eigentlich ging es schon früher los, aber ich will ja über das Reichsbanner schreiben, nicht über seine erklärten Gegner und die Geschichte ist etwas komplexer. Zunächst diente die SA tatsächlich dem Saalschutz und als Ordnungsdienst bei Versammlungen, in mehreren Schritten wurde daraus aber eine reine Schlägertruppe, die gezielt gegen linksgerichtete Parteien eingesetzt wurde, Säle stürmte und Straßenschlachten anzettelte, sie wurde umbenannt und wieder umbenannt, sie war bis 1934 aber immer da und aktiv.

Dieser stramm durchorganisierten Schlägertruppe hatten die paar normale Parteimitglieder, die oft den Ordnungsdienst bei politischen Versammlungen übernahmen, wenig entgegen zu setzen. Und es gab ja nicht nur die SA, beispielsweise der Stahlhelm, der Bund der Frontsoldaten, hat den politischen Kampf nicht weniger blutig und brutal geführt.

Nach und nach gründeten sich eine Reihe von lokalen Selbstschutzorganisationen, nicht nur bei den Sozialdemokraten.

1923 gab es gleich nicht nur den Hitlerputsch, sondern auch einen großen, kommunistischen Umsturzversuch in Hamburg und in Reaktion auf diese Bedrohung der Demokratie an sich gründete sich am 22. Februar 1924 in Magdeburg das Reichsbanner Schwarz Rot Gold aus Mitgliedern dreier demokratischer Parteien, der SPD, der Deutschen Zentrumspartei und der Deutschen Demokratischen Partei.

Das Foto stammt vom 1. Jahrestag der Gründung.

Die Gründungsurkunde schloss nicht nur Frauen aus, sondern auch Kommunisten und Monarchisten. Das hat seine Begründung darin, dass Frauen der bewaffnete Militär- und der Polizeidienst nicht offen standen und das Reichsbanner als Wehrverband einen militärischen Habitus pflegte. Vom Personal her bestand das frühe Reichsbanner auch zu großen Teilen aus ehemaligen Soldaten (die Offiziere waren eher auf der anderen Seite), sie trugen daher auch Uniformen, hielten Fackelzüge und Fahnenmärsche ab, ließen sich dabei von Marschmusik begleiten, feierten einen soldatischen Totenkult und unterschieden sich in dieser Hinsicht kaum von anderen Wehrverbänden auf der antidemokratischen Seite.

Es gab jedoch einen wichtigen Unterschied: im Reichsbanner herrschte ein ganz klares Demokratiebekenntnis. Ein bei jedem feierlichen Anlass wiederholter Schwur war, die Weimarer Republik bis zum letzten Tropfen Blut zu verteidigen. Das Reichsbanner war seinem Selbstverständnis nach keine Armee, sondern eine Unterstützung für die republikanischen Polizeibehörden. Kampfsport-, Gelände- und Schießübungen dienten dazu, im Falle eines Aufstandes den regulären Polizeitruppen als Hilfskräfte zur Seite stehen zu können.

Dabei war das Reichsbanner keine rein militärische Vereinigung. Auch Feiern, Film- und Diskussionsabende stärkten das demokratische Miteinander von Menschen aus Parteien, die inhaltlich durchaus Differenzen hatten. Daher wurde auch nicht versucht, die Politik einer einzelnen Partei zu verfolgen, vielmehr suchte man nach den inhaltlichen Gemeinsamkeiten wie etwa der Idee der Demokratie an sich.

Diese Grundlage ermöglichte es auch, unterdrückte religiöse Minderheiten, gerade Katholiken und Juden explizit einzubeziehen. Relevant war das Bekenntnis zur Demokratie, konfessionelle Differenzen und unterschiedliche Ansichten in tiefer gehenden Fragen waren weniger wichtig, als die Demokratie an sich zu stärken und sie gegen ihre Feinde zu verteidigen.

1933 wurde das Reichsbanner verboten, gerade die militarisierten Teile der Mitglieder bildeten einen wichtigen Teil des sozialdemokratischen Teils des Widerstandes gegen das NS-Regime.

Bereits 1945 gab es Bestrebungen das Reichsbanner neu zu gründen, da die Vereinigung einen militärischen Charakter hatte, ließen die Besatzungsmächte eine Neugründung jedoch zunächst nicht zu. Schließlich kam es zur Neugründung unter dem Namen „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold Bund aktiver Demokraten e.V.“ Ein schönes Zeitdokument findet sich dazu in der Zeitschrift „Union in Deutschland – Informationsdienst der Christlich Demokratischen Union Deutschlands“ in ihrer Ausgabe Nr. 23/68 vom 13. Juli 1968. Da heißt es unter dem Punkt „Politisches Lexikon“:

Reichsbanner: Das „Reichs-

banner Schwarz-Rot-Gold“, im

Jahre 1924 als Gegenstück zur

Organisation „Stahlhelm“ ge-

gründet, hat sich in Frankfurt am

Main auf Bundesebene neu kon-

stituiert. Es trägt jetzt den Bei-

namen „Bund aktiver Demokra-

ten“ und will als überparteiliches

Bündnis freier Bürger für Demo-

kratie und Fortschritt eintreten.

Beauftragte der bereits beste-

henden oder in der Gründung

befindlichen etwa sechzig Orts-

vereine des „Reichsbanners“

wählten Christian Weiss (Frank-

furt) zum Bundesvorsitzenden.

Die einzelnen Ortsvereine haben

im Durchschnitt zwischen 30 und

120 Mitglieder. München mit über

300 und Frankfurt mit über 500

Mitgliedern halten die Spitze.

Zur Gründungsveranstaltung, an

der auch der Frankfurter SPD-

Oberbürgermeister Professor

Willi Brundert teilnahm, fanden

sich 200 Delegierte und Gäste

ein. Die erste Nachkriegsgrün-

dung eines „Reichsbanner“-Orts-

vereins erfolgte 1952 in Bremen.

Interessanterweise verweist das Reichsbanner selbst auf seiner Webseite auf eine Neugründung 1952, der Wikiartikel nennt das Jahr als erste Neugründung eines Ortsvereines. Wie und wann genau das Reichsbanner neu gegründet wurde, 1952, 1968 ganz wann anders und wie genau man eine Neugründung eigentlich definieren sollte, darüber können wir vielleicht einmal wann anders sprechen.

Heutige Flagge des Reichsbanners.

Zum heutigen Reichsbanner will ich gar nicht viel schreiben. Es reicht, wenn ich schreibe, dass das Reichsbanner auch heute noch als seinen Zweck und sein Ziel die Demokratie verfolgt. Es geht heute um den Erhalt der Bundesrepublik Deutschland als parlamentarische und demokratische Republik, um das Bewusstsein, dass Demokratie, Freiheit, Wohlstand und sozialer Friede jeden Tag neu erstritten werden müssen. Das Reichsbanner versteht sich auch heute noch als überparteilich, besteht auch heute noch zum größten Teil aus Mitgliedern der SPD und löst diesen Widerspruch auch heute wie damals noch dadurch auf, dass der Fokus auf der übergeordneten Demokratie selbst liegt, auf die sich die Mitglieder aller demokratischen Parteien verständigen können. Die Wurzeln liegen in den Burschenschaften und das merkt man auch heute noch und man darf nicht den Fehler machen, das Reichsbanner als linke Revolutionsbestrebung misszuverstehen. Ein Reichsbannermitglied, dessen Namen ich hier auslasse, formulierte es so: „Entscheidend ist, dass schon Met auf dem MPS definitiv zu unspießig wäre.“

In diesem Traditionsbewusstsein liegt auch die Antwort auf die Frage, warum die Reichsbannerleute heute mit Fahnen herum laufen, bei denen viele gleich „Och neee, die Nationalen marschieren an“ denken.

Um das wirklich zu verstehen, müssen wir einen Blick auf die Geschichte unserer Landesfahne werfen. Ich will mich kurz fassen und Verkürzung bedeutet immer auch Verfälschung. Seht es mir bitte nach, sonst sitzt ihr morgen noch hier, wenn ihr nicht beim Lesen eingeschlafen seid. Zudem schreibe ich aus dem Gedächtnis, daher möge man mir auch kleine Ungenauigkeiten verzeihen und mir grobe Ungenauigkeiten per Mail oder Kontaktformular um die Ohren hauen, damit ich sie korrigiere.

Unsere heutige Fahne in Schwarz-Rot-Gold war lange Zeit höchst umstritten.

Zuerst traten die Farben während der Befreiungskriege gegen Napoleon I. auf, es waren die Farben eines der vielen Freikorps und die Farbwahl war auch aus der Geldnot geboren, da die Angehörigen eines Freikorps ihre Ausrüstung selber stellten und Schwarz eine Farbe ist, in der man Kleidung damals verhältnismäßig leicht und günstig einfärben konnte. Also trug man schwarze Kleidung mit roten Ärmelaufschlägen sowie Messingknöpfe, die günstig und leicht zu beschaffen waren.

Uniform des Freikorps. Urheberrecht des Bildes: Ziko van Dijk, CC BY-SA

Eine Burschenschaft aus Jena übernahm die Farben, wurde durch die Karlsbader Beschlüsse verboten, die Farbgebung blieb jedoch als Idee erhalten und verbreitete sich teils im Geheimen, teils in später neu gegründeten Burschenschaften. Auf dem Hambacher Fest, bei dem ja auch viele Burschenschaften dabei waren, wurde die Tricolore in Schwarz-Rot-Gold (wenn mich meine Erinnerung nicht trügt allerdings in umgekehrter Reihenfolge) wieder prominent genutzt und die Hauptfahne, die größte Fahne vor Ort, trug die Farben in der heute gebräuchlichen Reihenfolge.

Die folgende Zeit der Unterdrückung demokratischer Kräfte stärkte die Farben als Identitätsmerkmal und in der Revolution von 1848 wurde Schwarz-Rot-Gold zu den Bundesfarben.

Bei der Frankfurter Nationalversammlung waren Schwarz-Rot-Gold diejenigen Farben, die prominent zur Schau gestellt wurden. Bedenkt, dass wir da noch nicht von einem Deutschland sprechen, für das eine gemeinsame Flagge quasi unumgänglich wäre, sondern von mehreren, unabhängigen Staaten.

Die Revolution wurde blutig niedergeschlagen, die Farben Schwarz-Rot-Gold blieben aber als Symbol antimonarchistischer und republikanischer Bestrebungen bestehen. Wir springen ein bisschen, ich lasse spannende Dinge aus, aber ich bin schon bei vollen 3 DIN A4 Seiten, langsam muss ich mal zu Potte kommen.

Die Weimarer Republik wählte Schwarz-Rot-Gold als Nationalflagge Deutschlands und ein heftiger Flaggenstreit entbrannte. Und genau hier haben wir den Ursprung des Vereinsnamens, denn die antidemokratischen Kräfte des rechten Lagers bevorzugten die Flagge in Schwarz-Weiß-Rot. Das Reichsbanner sah sich als Verteidiger der Republik, die Farben der Republik waren Schwarz-Rot-Gold, die ihrer Gegner Rot oder Schwarz-Weiß-Rot. Darum gehörten die Farben natürlich in den Namen des Vereins. Alles danach ist Tradition.

Die Farben Schwarz-Rot-Gold werden heute zynischerweise oft von Antidemokraten geliebt. In einem Zimmer in unserer Siedlung hängen prominent und von der Straße aus sehr gut sichtbar eine Fahne in Blau einer in Teilen gesichert rechtsextremen und im Ganzen von vielen vernünftigen Menschen als rechtsextrem angesehenen Partei (mit dem Konterfei der queeren Parteicheffin dieser Partei) und daneben noch größer die Flagge in Schwarz-Rot-Gold.

Ob dem- oder derjenigen wohl klar ist, wofür Schwarz-Rot-Gold einmal stand? Oder wenn ja, interessiert es ihn? Oder hechelt er, und rein statistisch gesehen ist gendern hier überflüssig, einfach einem neuen Nationalismus hinterher. Weiß er, dass die neue Rechte Schwarz-Rot-Gold deshalb verwendet, weil sie sich betont bürgerlich geben will und sich von den proletenhaften Schwarz-Weiß-Rot-Fahnenschwenkern abgrenzen will, um anschlussfähiger zu sein, nicht weil die Farben ihren Überzeugungen widersprechen?

Und ob es wohl den Menschen mit Antifa-Symbolen, die bei einer Demo versuchten, dem Vertreter des Reichsbanners seine Fahne wegzunehmen und ihm sagten, er solle die gefälligst wegpacken, klar war, wofür die Farben gedacht sind und was das Reichsbanner ist?

Angriffe von Links auf einen demokratischen Verein, sowas kommt vor und das meiner Meinung nach vor aus einem Grund: Unwissenheit. Hätten diese Teilnehmer einer Demo für eine gute Sache mit ihren eigentlich guten Intentionen, nämlich dass auf einer inklusiven Demo kein Hass und Nationalismus vertreten sein sollen, dass die queeren Menschen dort vor Anfeindungen geschützt sein sollten, auch so gehandelt, wenn sie um all diese Dinge gewusst hätten? Hatten sie überhaupt diese guten Intentionen oder waren sie nur auf Bambule (in seiner gaunersprachlichen Bedeutung) aus?

Die Rechten wissen Bescheid, sagt Tarek Kayser, SPD-Mitglied und Mitglied im Reichsbanner. Ich habe ihn gefragt: „[…]bist du in deiner Eigenschaft als Reichsbanner Mitglied schon einmal von Rechts angegangen worden? [Dr.] Jan [Schenkenberger] erzählte gestern, dass er mit ein paar Antifa-Leuten schon Zusammenstöße hatte wegen der Fahne, aber passiert euch sowas von Rechts auch?“

Seine Antwort, der ich aus meinen eigenen Erfahrungen heraus zu 100% glaube, lautete: „Ich persönlich habe das noch nicht erlebt, außer von links. So wie ich es empfinde, ignorieren die Rechten das RB geschickt, da die Konfrontation mit der inhaltlichen Arbeit des RB die antidemokratischen Tendenz der neuen Rechten offenlegen würde. Linke Anfeindungen hingegen springen nur auf die Symbolik an, anstatt sich inhaltlich damit zu befassen. Das sind aber extreme Beispiele. In den meisten Fällen lässt sich das immer leicht erklären.“

Wichtig ist dabei der letzte Satz. „In den meisten Fällen lässt sich das immer leicht erklären.“

Warum? Weil das Problem Unwissenheit ist und die kann man leicht auflösen und das ist der Appell dieses Blogeintrages, derselbe, den ich auch auf der Demo formuliert habe: Redet mit den Leuten. Wenn ihr etwas seht und es nicht OK findet, dann redet darüber, sprecht es an. Freundlich und an der Sache, ganz klar, aber sprecht es an. Oft ist die Antwort eine, die die Wogen glättet. Ein einfaches „Warum kommst du mit derselben Fahne wie die Nazis zu einer Demo gegen Rechtsextremismus?“ Und wenn der- oder diejenige dann schlimme Dinge sagt, kann man immer noch die Ordner holen, aber gebt den Leuten erst einmal eine Chance und redet mit ihnen.

Es gibt aber auch einen anderen Blick darauf. Dr. Jan Schenkenberger schrieb mir dazu:

„Du spielst auf das Ereignis bei der 1. Anti-Afd-Demo in HL an. Leider widerlegt die Erfahrung dort Tareks Sätze ein Stück weit. Ja, ich, später wir, haben dort dutzende, friedliche, inhaltliche Gespräche geführt. Das war, neben Provokation auch meine Absicht. Die Aggressionsbereiten haben wir aber gerade NICHT erreicht. Die konnten wir – oder besser ich, Tarek gehörte damals noch nicht dazu – nur mit Brutalargumentation bremsen: „Die letzten, die in Lübeck das gemacht haben, was Du gerade tust, waren die Nazis!“ „Was willst Du von mir, unsere Leute saßen in den KZs!“ – Da war nix mit Freiheit, Demokratie, Republik, 1848. Solche Argumente drangen nicht durch, im Gegenteil.“

Einem anderen Fahnenträger erging es noch schlimmer, er wurde mit Gewalt bedroht und musste seine Fahne, die Fahne, über die ich oben geschrieben habe, das alte Symbol für den Kampf gegen Monarchie und für Demokratie, verstauen.

Und darum wiederhole ich meinen Appell: redet miteinander. Ganz egal, aus welcher Richtung ihr kommt, ganz egal, ob ihr aus einem Eiche-Rustikal-Wohnzimmer heraus Facebook Kommentare schreibt oder auf einer Demo ein ACAB-Poster tragt, findet einen Weg, miteinander zu reden. Nicht miteinander, sondern übereinander zu reden, das hat uns dahin gebracht, wo wir heute sind und heute ist’s sch…wierig.

Anmerkung: Üblicherweise gebe ich nicht wirklich Quellen in einem Blogeintrag an, das ist ja kein wissenschaftliches Werk, aber hier dennoch die kleine Info: ich habe ein paar Informationen über das Reichsbanner von Wikipedia aus dem Artikel über das Reichsbanner, von Wiki habe ich auch die Bilder (lizenztechnisch recht einfach), größtenteils stammen meine Information aber aus dem LeMO, dem lebendigen Museum Online, das es sehr wert ist, darin zu stöbern. Es ist auf der Seite des Deutschen Historischen Museums angelegt, oben auf der Hauptseite zu finden. Schaut es euch einmal an! Und falls das hier Reichsbannerleute lesen: richtet einmal eine richtige Sektion zu eurer Geschichte auf eurer eigenen Homepage ein!

Und falls ihr uns unterstützen wollt, habe ich hier noch einen Button für euch (Link zu buymeacoffee.com)

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